Wie die Zeit vergeht…so habe ich meinen letzten längeren Blogeintrag angefangen und gesagt, dass ich jetzt häufiger schreiben würde. Nunja, nach etwas über einen Monat kommt jetzt erst mein neuer Eintrag. Aber ich hatte einfach kaum Zeit und Ruhe etwas zu schreiben. Wieder gekommen vom Sprachkurs in Kampala, musst ich am folgenden Wochenende wieder nach Kampala zu einem kleinen Zwischenseminar und um mein Visa zu beantragen. Am dritten Tag, ging es also zum Innenministerium, um dort im Immigration Office unser Freiwilligenvisum zu beantragen. Wir konnten es nicht vorher beantragen, da die ugandische Botschaft in Deutschland nur ein dreimonatiges Visum herausgeben darf und uns bei der Einreise gesagt worden ist, dass wir das Visa erst am Ende unseres Dreimonatsvisa beantragen könnten. Nun ist es aber Oktober und die Gesetze haben sich geändert…man muss seit Oktober nämlich direkt in Deutschland beantragen, was wir ja hätten früher machen sollen (was ja zu der Zeit noch nicht ging) und wir sollten doch nach Deutschland zurückfliegen und es da beantragen…

Im Endeffekt haben wir aber unser vorläufiges Visum bekommen und unser Freiwilligenvisum wird nun bearbeitet. Und nun kann ich endlich (hoffentlich) ein bisschen länger in Mbarara bleiben. Dazu gehört natürlich auch das “Arbeiten” in meinem Projekt:

Das fängt natürlich bei der bekannten ugandische Arbeitsmentalität an. Bestätigt wurde sie mir von fast allen anderen Freiwilligen. Nur bei mir ist die Arbeitsmentalität ein “wenig” anders. Ich habe hier einen 8 Stunden Tag und eine 40 Stunden Woche. Die Mitarbeiter sind übermotiviert und arbeiten gerne auch mal länger oder am Wochenende. Eigentlich habe ich um 17 Uhr Schluss, wurde aber letztens gefragt warum ich den schon so früh gehen würde – um 17:15. Desweitern mutet vieles hier wie in Deutschland an, es gibt innerhalb meines Projekt eine eigene Krankenversicherung und es wird dabei ausgegangen, dass jeder Mitarbeiter eine Rentenversicherung abschließt. Außerdem muss ich für alles einen Antrag schreiben, z.B. wenn ich eine Stunde in einen anderen Projekt bei Computerproblemen aushelfen will, muss ich ein Urlaubsantrag ausfüllen. Wenn ich zu einen Seminar von Eirene oder zum Sprachkurs will, muss ich einen Urlaubsantrag ausfüllen. Es geht dabei nicht um den Urlaub, da z.B. der Sprachkurs oder Seminare kein Urlaub ist, sondern lediglich darum, dass sie es schriftlich haben, dass ich nicht da bin. So wurde sich beschwert, dass ich für den Sprachkurs keinen Antrag ausgefüllt habe, da man es zwar wusste, dass ich weg bin, aber sie es ja trotzdem schriftlich haben müssten…