Uganda-Blog

Friedensdienst in Uganda

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Ihr habt sicher festgestellt, dass ich nicht der aktivste Blogschreiber bin. Aber mir fällt es sehr schwer einfach über das Leben hier an ein unpersönliches Publikum zu schreiben. Es ist mehr ein Bürde, als Spaß für mich bzw. weiß ich häufig auch gar nicht worüber ich schreiben soll. Ich beantworte aber gerne e-Mails auf Fragen die ihr habt. Also wenn ihr etwas wissen wollt oder einfach mal wieder Kontakt mit mir haben wollt, schreibt mir einfahc eine e-Mail an: chris.in.uganda@googlemail.com .

Viele Grüße aus dem momentan regnerischen Mbarara, Uganda!

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  • Sooooo…..nach sehr sehr langer Zeit schreibe ich mal wieder etwas in meinen Blog (Tut mir leid, aber ich hatte einfach keine Zeit etwas zu schreiben :-(

    Mein Projekt ist im Dezember endlich umgezogen. Wodurch ich viel zu tun habe (endlich mal ). Ich habe jetzt zu zweit ein relativ großes Büro (vorher war ich zu 5.-7. in einem winzigen Büro) und es ist einfach eine wunderschöne Umgebung um das Büro und vor allem sehr leise! Ich habe jetzt sowieso mehr zu tun und Dienstag vor Weihnachten hatten wir unseren End of year party mit 100 Gästen, was ziemlich anstrengend war. In der Zeit mussten auch meine Haare daran glauben, die ich schön auf ca. 10mm runterschneiden lassen habe.

    Am 24.12. habe ich einen ruhigen Abend gemacht, da die Ugander hier den 24. noch nicht feiern – ich bin erst in ein gutes Restaurant gegangen und habe ein schönes Steak gegessen (unglaubliches Erlebnis, wenn man das normale zähe Stück Fleisch mit Fett, Knochen und Knorpeln bedenkt) und habe dann mit meinen Eltern geskypt (Videotelefonie über das Internet via eines Programmes des Unternehmen Skype, für die die nicht auf den neuesten technischen Stand sind ;-) .

    Am 25. bin ich dann mit Livingston, einen Ugander, auf sein Dorf zu seiner Familie gefahren und habe dort Weihnachten gefeiert. Und mit Dorf meine ich auch wirklich Dorf: die nächste Straße ist ungefähr einen Kilometer entfernt, kein Wasser, kein Strom nur der allgegenwärtige Handy- und Internetempfang (hatte mein Laptop mit Akkus dabei :-) ). Seine Familie ist sehr arm und sein Vater schlägt Steine zu Schotter klein. Das Haus war auch nur ein sehr einfaches Haus. Wie in Uganda üblich wurde ich natürlich mit Essen überhäuft: Als ich Mittags ankam gab es erst einmal zwei Maiskolben und sechs Scheiben Toastbrot mit Butter als Appetizer. Dann kam eine halbe Stunde später das “richtige” Essen. Es wurde ein Teller vollgefüllt mit Matoke (Kochbanenbrei), ein Teller voller Reis, ein Teller mit Bohnen und ein Teller mit Fleisch hingestellt. Da wir nur 5 Leute waren dachte ich, gut das ist das Mittagessen für alle. Nunja es war anders: das war alles nur für mich!! Am Abend gab es das gleiche noch mal. Am nächsten Tag musste ich dann neben das viele Brot zum Frühstück noch zweimal Mittag essen! Aber es war eine super nette Familie und die Landschaft ist einfach unglaublich (ist ein bisschen auf einen Hügel gelegen und es sieht sehr ähnlich wie England oder Irland aus von der Landschaft, mal abgesehen von den Bananenstauden und anderen tropischen Gewächsen). Insgesamt war es ein unglaubliches und tolles Erlebnis.

    Nun arbeite ich wieder, bin Head of Section von dem Freiwilligenprogramm meines Projektes, habe zwei Freiwillige unter mein Fittiche (wobei der eine mich ziemlich nervt :-@), soll eine Dokumentation über CECOD drehen und noch ein paar andere Sachen erledigen. Also sehr viel zu tun!

    Und jetzt noch einmal zu meinem Visum:

    Nein es ist immer noch nicht fertig. Am Donnerstagmittag, dem 6.1, habe ich dann auch noch einen Anruf bekommen, dass das Immigrationsbüro meine Unterlagen verloren hat, wodurch ich zwei Stunden später im Bus nach Kampala saß. Ich musste sofort los, weil uns “versprochen” wurden war, dass unsere Visas bis Montag berarbeitet worden sein soll und wir alle am Montag herkommen sollen. So war ich am Freitag mal wieder (ich war aber eig. auch gar nicht so häufig da, Benjamin und Johannes waren da wahrscheinlich min. wöchentlich dort und mussten sich mit den Leute dort herumschlagen). Ich möchte es jetzt nicht alles im kleinsten Detail erzählen, aber im Endeffekt haben sie meine und Charlottes Akten (die auch verloren waren) wiedergefunden, waren Montag morgen bearbeitet und wir konnten unser Visum bezahlen. Jetzt müssen wir nur noch nächste Woche zurück um unsere Pässe abzuholen :-) . Allerdings waren Montag morgen auch NUR unsere Anträge bearbeitet und die anderen immer noch nicht. Dienstag waren dann noch zwei weitere fertig, aber die anderen mussten sich jetzt wieder ein neuen Special Pass (100$) holen.

    Ich hofe ich komme nicht zu negativ rüber, hier gibt es auch viele gute und funktionierende Sachen, die problemlos funktionieren. Aber das Immigrationsbüro ist einfach eine Sache für sich…

    Was steht in nächster Zeit an?

    Nächste Woche werde ich wieder nach Kampala fahren und hoffentlich mit Visum zurück kommen. Vom 12.-25.2. ist dann noch unser Zwischenseminar und eine Woche Workcamp in Salem Brotherhood, ein Projektdorf etwas außerhalb von Mbale im Osten. In der Zeit (deswegen auch das Workcamp) finden dann noch die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt (18.2.), die ich natürlich als politische interessierter genau verfolgen werde.

    Um euch auch noch ein paar visuelle Vorstellungen von meinem Leben zu vermitteln habe ich euch noch ein paar Bilder hochgeladen. Einfach auf der rechten seite auf den Links des Photalbums klicken oder direkt auf: http://picasaweb.google.com/chris.in.uganda schauen.

    Viele Grüße

    euer Christian

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  • Visa und ugandische Arbeitmentalität

    Wie die Zeit vergeht…so habe ich meinen letzten längeren Blogeintrag angefangen und gesagt, dass ich jetzt häufiger schreiben würde. Nunja, nach etwas über einen Monat kommt jetzt erst mein neuer Eintrag. Aber ich hatte einfach kaum Zeit und Ruhe etwas zu schreiben. Wieder gekommen vom Sprachkurs in Kampala, musst ich am folgenden Wochenende wieder nach Kampala zu einem kleinen Zwischenseminar und um mein Visa zu beantragen. Am dritten Tag, ging es also zum Innenministerium, um dort im Immigration Office unser Freiwilligenvisum zu beantragen. Wir konnten es nicht vorher beantragen, da die ugandische Botschaft in Deutschland nur ein dreimonatiges Visum herausgeben darf und uns bei der Einreise gesagt worden ist, dass wir das Visa erst am Ende unseres Dreimonatsvisa beantragen könnten. Nun ist es aber Oktober und die Gesetze haben sich geändert…man muss seit Oktober nämlich direkt in Deutschland beantragen, was wir ja hätten früher machen sollen (was ja zu der Zeit noch nicht ging) und wir sollten doch nach Deutschland zurückfliegen und es da beantragen…

    Im Endeffekt haben wir aber unser vorläufiges Visum bekommen und unser Freiwilligenvisum wird nun bearbeitet. Und nun kann ich endlich (hoffentlich) ein bisschen länger in Mbarara bleiben. Dazu gehört natürlich auch das “Arbeiten” in meinem Projekt:

    Das fängt natürlich bei der bekannten ugandische Arbeitsmentalität an. Bestätigt wurde sie mir von fast allen anderen Freiwilligen. Nur bei mir ist die Arbeitsmentalität ein “wenig” anders. Ich habe hier einen 8 Stunden Tag und eine 40 Stunden Woche. Die Mitarbeiter sind übermotiviert und arbeiten gerne auch mal länger oder am Wochenende. Eigentlich habe ich um 17 Uhr Schluss, wurde aber letztens gefragt warum ich den schon so früh gehen würde – um 17:15. Desweitern mutet vieles hier wie in Deutschland an, es gibt innerhalb meines Projekt eine eigene Krankenversicherung und es wird dabei ausgegangen, dass jeder Mitarbeiter eine Rentenversicherung abschließt. Außerdem muss ich für alles einen Antrag schreiben, z.B. wenn ich eine Stunde in einen anderen Projekt bei Computerproblemen aushelfen will, muss ich ein Urlaubsantrag ausfüllen. Wenn ich zu einen Seminar von Eirene oder zum Sprachkurs will, muss ich einen Urlaubsantrag ausfüllen. Es geht dabei nicht um den Urlaub, da z.B. der Sprachkurs oder Seminare kein Urlaub ist, sondern lediglich darum, dass sie es schriftlich haben, dass ich nicht da bin. So wurde sich beschwert, dass ich für den Sprachkurs keinen Antrag ausgefüllt habe, da man es zwar wusste, dass ich weg bin, aber sie es ja trotzdem schriftlich haben müssten…

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  • Mein Fahrrad :-)

    Seit eine Woche habe ich jetzt ein Fahrrad :-) Zur Belustigung aller, ist es ein indisches Transportfahrrad (wird eigentlich nur zum Transport von Matokestauden und Kohle benutzt, in welches ich, zur weiteren Belustigung der Ugander, mir eine Gangschaltung einbauen lassen habe :-)

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